EU AI Act Compliance Checkliste 2026
10 Schritte, die Sie bei der Umsetzung der Transparenzpflichten nach Art. 50 EU AI Act unterstützen – von der Bestandsaufnahme bis zum laufenden Monitoring. Interaktiv abhaken oder als PDF herunterladen.
Kostenlos, keine Anmeldung erforderlich
Die 10-Punkte-Checkliste
Gegliedert in vier Phasen. Haken Sie ab, was Sie bereits umgesetzt haben – Ihr Fortschritt wird oben angezeigt.
Bestandsaufnahme
Transparenzpflichten
Nachweis & Prozesse
Laufender Betrieb
Hinweis: Durch das AI-Omnibus-Paket gilt für Bestandssysteme eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026 – allerdings nur für die maschinenlesbare Provider-Markierung nach Art. 50(2). Alle übrigen Transparenzpflichten gelten ab 2. August 2026.
Häufige Fragen zur EU AI Act Checkliste
Für wen gilt Art. 50 EU AI Act?
Art. 50 richtet sich an Provider und Deployer bestimmter KI-Systeme – also an Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln oder einsetzen, deren Ausgaben Personen in der EU erreichen. Betroffen sind insbesondere Chatbots, generative KI-Inhalte (Bilder, Videos, Audio, Text), Emotionserkennung und biometrische Kategorisierung. Der Firmensitz spielt keine Rolle – entscheidend ist der EU-Bezug.
Was passiert bei Verstößen gegen Art. 50?
Nach Art. 99(4)(g) drohen Bußgelder von bis zu 15 Mio. € oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist. Für KMU und Start-ups sieht das AI-Omnibus-Paket eine Deckelung auf den jeweils niedrigeren Betrag vor. Die Transparenzpflichten gelten ab dem 2. August 2026.
Muss jeder ChatGPT-Text gekennzeichnet werden?
Nein. Die Kennzeichnungspflicht nach Art. 50(4) gilt nur für veröffentlichte KI-Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Sie entfällt zudem, wenn eine menschliche Prüfung stattfindet und eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung übernimmt. Interne Dokumente, Werbetexte oder redaktionell geprüfte Inhalte sind daher in der Regel nicht betroffen.
Was ist der Code of Practice on Transparency?
Der Code of Practice on Transparency of AI-Generated Content ist ein freiwilliges Rahmenwerk der EU-Kommission, final seit dem 10. Juni 2026. Er konkretisiert die Umsetzung der Transparenzpflichten aus Art. 50 – unter anderem mit standardisierten EU-KI-Icons für die Kennzeichnung von KI-Inhalten – und unterstützt Unternehmen bei der praxisnahen Umsetzung.
Drohen Abmahnungen wegen fehlender KI-Kennzeichnung?
Das ist ein realistisches Risiko – oft schneller als ein Behördenverfahren. Die Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 dürfte als Marktverhaltensregel im Sinne des § 3a UWG gelten; dann können Mitbewerber und Wettbewerbsverbände bei Verstößen abmahnen (Unterlassung, Kosten). Die Wettbewerbszentrale hat dazu bereits Anfang 2026 einen Leitfaden veröffentlicht. Eine dokumentierte Kennzeichnung bzw. ein belegter Ausnahme-Nachweis schützt hier doppelt.
Bereit für den EU AI Act?
Die KI-Kennzeichnungspflicht (Art. 50) gilt ab dem 2. August 2026. Starten Sie jetzt mit der Umsetzung – in nur 2 Minuten.
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Diese Checkliste dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. AIActify unterstützt Sie bei der Umsetzung der Transparenzpflichten, ersetzt aber keine individuelle rechtliche Prüfung. Wenden Sie sich für verbindliche Auskünfte an eine spezialisierte Kanzlei.